Was in der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft noch vorgeht

Initiative zur Statutenrevision
der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft (AAG)

Vorbemerkung (provisorisch)

Die Mitgliedschaft war seit 1925 über viele Jahrzehnte davon überzeugt, es handle sich bei der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft um die von Rudolf Steiner an der Weihnachtstagung 1923/24 gegründete Gesellschaft. Dieser Annahme lagen Irrtümer über das damalige Geschehen zugrunde, die jetzt auch offiziell als solche anerkannt sind und deren Aufarbeitung begonnen hat. Denn tatsächlich handelt es sich bei der AAG um den am 8. Febr. 1925 umbenannten „Verein des Goetheanum Freie Hochschule für Geisteswissenschaft“, der bereits 1913 zur Vermögensverwaltung und nicht als Mitgliedergesellschaft gegründet wurde.

Aus einer Mitgliederinitiative heraus ist der Entschluss gefasst worden, zur säkularen Wiederkehr des bedeutendsten Ereignisses des Wirkens Rudolf Steiners, der Weihnachtstagung 1923/24, jetzt nach 3 x 33 Jahren, beginnend in den Jahren 2022/23 (nach den Umlaufszeiten geschichtlicher Ereignisse) eine aus Gründen der Wahrhaftigkeit eine notwendig gewordene Revision der Gesellschafts-Verfassung zu beginnen und mit der Generalversammlung 2023 erste Anpassungen der Statuten vorzunehmen. Beabsichtigt ist, die Statuten zunächst der Gesellschafts-Wirklichkeit anzupassen. Erweiterungen bzw. zusätzliche Regelungen sollten nur insoweit erfolgen, als sie für das Zusammenwirken von Mitgliedschaft und Gesellschaftsleitung jetzt notwendig und auch üblich sind. Außerdem soll eine Bereinigung von Regelungen anfänglich erfolgen, welche aufgrund unwahrer Begründungen im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind.

Ein erster Entwurf wird hiermit vorgelegt, als Arbeitsanregung. Für bestimmte eventuelle Neuregelungen bedarf es eines Gesellschaft-Organs, welches aus der Mitgliedschaft gebildet werden sollte. Die Entwicklung eines solchen Organes steht noch aus.

Bei dieser Revision handelt es sich um einen mehrjährigen Entwicklungsprozess, der aus der Initiative der Mitgliedschaft und idealerweise in Zusammenarbeit mit der Gesellschaftsleitung ein wirklichkeitsgemäßes Ergreifen der Gesellschaft- und Hochschulaufgaben ermöglichen soll.

Der konkrete Änderunsvorschlag wird voraussichtlich Anfang September 2022 hier veröffentlich werden. Wenn Sie über die aktuelle Entwicklung informiert werden wollen, tragen Sie sich bitte in den Rundbrief-Verteiler ein.